Stieg Ivar Trenter (1914-1967) war schwedischer Journalist,
geboren als Stig Johansson. Er änderte seinen Namen und nahm Stieg
Trenter als Pseudonym an. Stieg Trenter stammt aus Stockholm. Seine
erste Novelle schrieb er mit 17 Jahren; seine erste Zeitungsreportage
als 21jähriger Kriegsberichterstatter in Absessinien. Mit 29 Jahren
gab er die Journalistenlaufbahn auf und widmete sich ganz seinen Kriminalromanen.
Deren Stärke beruht auf der raffinierten Konstruktion des Handlungsablaufs.
Ein
besonderes Merkmal seiner Romane ist die Wirklichkeitsnähe
der Milieuschilderungen Stockholms und anderer skandinavischer Großstädte.
Trenter hat bereits über 20 Romane veröffentlicht. Ihre Übersetzungen
erschienen in Frankreich, Spanien, Dänemark, Norwegen, Finnland
und Deutschland. Diese Tatsache bestätigt die Meinung der Kritiker:
Die Kriminalromane von Stieg Trenter haben literarisches Format.
Der sympatische Schwede hat während des Sommers auf einer Ostseeinsel
gelebt, die übrige Zeit des Jahres verbrachte er in Italien. In
Trenters Büchern gibt es immer verliebte Bilder von Stockholm.
Trenter ist neben Fogelström für seine Schilderungen von Stockholm
berühmt. Seine Hauptfigur war Harry Friberg.
Harry Friberg ist Fotograf, sehr groß, seine Spezialität
ist Industriespionage. Zwischen den Trips zu Großkonzernen im
In-und Ausland hat er bei der Lösung von Kriminalrätseln mitgewirkt.
Mitgewirkt ist im Falle von Friberg das richtige Wort. Er ist Amateur
und hat gegenüber den Experten von der Polizei alle Handicaps eines
solchen. Er ist auch keineswegs immer der schnellste im Kopf. Er ist
also wirklich kein Übermensch. Aber er besitzt eine gesunde Neugier,
logische Schärfe und eine verblüffende Fähigkeit, in
Mordfälle zu stolpern. Freund und Kontrahent des Fotografen in
allen Büchern ist der einzigartige Kriminalinspektor Vesper Johnson.
Er hat ein Biebergesicht, einen koketten Schnurrbart und besonders hohe
Absätze und meistens und am schnellsten die entscheidenden Ideen.
Die ersten 22 Bücher hat Stieg Trenter allein geschrieben, die
letzten in Zusammenarbeit mit Ehefrau Ulla. Sie hat den Rosenkavalier
beendet, der bei Stiegs Tod im Jahr 1967 gerade begonnen war. Ulla hat
weitere Bücher über Friberg geschrieben, allerdings ohne auch
nur ansatzweise Stiegs schnoddrige Kumpelhaftigkeit und sein rasantes
Tempo zu erreichen. Sie hat auch nie den gleichen Kontakt zu den Menschen
bekommen, die Fribergs und Vespers Vorbilder waren.
Vielen Dank an die Übersetzerin
Regine Elsässer für
die umfangreiche Übersetzungsarbeit.