"Im Untergrund von Villette"
von Ingrid Hedström (im Original "Under jordan i Villette")
1956 ist ein junger Mann spät dran auf seinem Weg zur Arbeit in den Mienen von Villette und er beeilt sich rechtzeitig dort einzutreffen. Aber als er auf seinem Fahrrad dort ankommt ist der Aufzug bereits in die Tiefe gefahren. Dann passiert es. Der junge Mann hört ein Getöse, sieht die Rettungsmannschaften hereinstürzen und er realisiert, dass dies seine Chance ist, zu verschwinden. Er sollte mit all den anderen da unten sein und alle würden glauben, dass er tot ist ...
Viele Jahre später, im Jahre 1994, wird ein junger Journalist ermordet zwischen einer Ladung von Erz in einem Kahn in Villette aufgefunden. In der Hand des Journalisten findet die Polizei das Fragment eines Zeitungsausschnittes, eine Spur, die sie zu der Bergbaugemeinde von Hanaberget in Schweden führt. Die örtliche Beauftragte Birgitta Matsson hat gerade von der Schließung der Miene erfahren und die letzte Ladung verlässt Hanaberget nach Belgien. Sie reist nach Brüssel, um an einem Seminar teilzunehmen aber sie hat noch ein paar andere Besorgungen zu tätigen, von denen sie hofft, dass sie diese während ihrer Reise erledigen kann. Eines Morgens wird sie auf dem Markt von Villette von einem Heckenschütze erschossen. Martine Poirot versucht die Verbindung zwischen diesen Ereignissen zu finden. Es gibt viele verschiedene Hinweise, die auf eine Spur führen, geradewegs zu einer kleinen Stadt in Schweden, wo ihr Ehemann Thomas zur gleichen Zeit auf Besuch bei seiner alten Großmutter ist. Die alte Dame gibt den Hinweis auf ein Bild, welches vermisst wird. Ein Bild, dass Martine später an einer Wand im Haus von Stéphane Berger findet, ein gewissenloser Geschäftsmann, der auch der Eigentümer der Eisenwerke von Villette ist. Der ermordete Journalist kam aus zwei Gründen nach Villette. Einer davon war, den Hintergrund und die Geschäfte von Stéphane Berger zu erforschen. Die andere, eine Festschrift über den Bergbau in diesem Gebiet zu schreiben und über den tragischen Unfall in den fünfziger Jahren. Was hatte er entdeckt und warum musste er sterben? Und was wusste Birgitta Matsson?
Vielen Dank an Jürgen Ruckh aus Esslingen
© Januar 2010 Literaturportal schwedenkrimi.de - Krimikultur Skandinavien
|
"Die Mädchen aus Villette"
von Ingrid Hedström (im Original "Flickorna i Villette")
Martine Poirot ist eine erfolgreiche Staatsanwältin, die keine Angst davor hat, ihren eigenen Weg zu gehen. Sie lebt in der Mitte des heutigen Europas, in der Mitte des Landes, dass das Herzstück der EU ist. Belgien ist ein Land mit einer langen und ereignisreichen Geschichte, mit einer Anzahl von dramatischen Kriminalfällen, die in den letzten Jahrzehnten vor Gericht verhandelt wurden. In "Die Lehrerin in Villette" löste Poirot einen Fall, von dem sich herausstellte, dass er weit in die Vergangenheit, in die Kolonialzeit von Belgien zurückreichte.
In "Die Mädchen von Villette" scheint vieles darauf hinzudeuten, dass sie es nun mit einem Serienkiller zu tun haben und zwar mit einem, der seit Jahren in ganz Europa zuschlug.
Es ist Mittsommerabend und Martine Poirot weiß, dass alles in dieser Nacht passieren kann. Aber niemals hätte sie sich vorstellen können, dass sie sich im Brennpunkt der Ermittlung in einem Mordfall an drei Mädchen befinden würde, noch bevor die Nacht zu Ende war. Der Fall scheint einfach zu sein, da ein junger Mann einer ansässigen Familie, der immer Ärger mit dem Gesetz hat und in dubiose Angelegenheit verwickelt ist, verdächtigt wird, nachdem herausgefunden wurde, dass er den Mädchen eine Mitfahrgelegenheit in der verhängnisvollen Nacht gegeben hatte. Aber Martine und ihre Kollegen entdecken bald, dass die Hinweise sie in eine andere Richtung führen. Eine der Morde hat eine schauerliche Ähnlichkeit zu einem früheren Mordfall in Villette, der 12 Jahre zuvor geschah und schnell entdecken sie andere ähnliche Mordfälle in anderen Ländern. Die Ermittlungen erstrecken sich bald über ganz Europa. Villette steht mitten in der Bewerbung zur Kulturhauptstadt der EU und die lokalen Politiker versuchen den Deckel auf alles zu legen und für Martine bedeutet dies, den Fall so schnell wie möglich aufzuklären. Zudem führt der Fall in die Zeit der Kollaboration, zu der dunklen Geschichte zweier junger Widerstandskämpferinnen, Renee und Simone, und Poirot wird mit einem dunklen Kapitel ihrer eigenen Familiengeschichte konfrontiert, denn Renee war Poirots Mutter...
Martines Leben gerät in Gefahr, bevor sie den Fall lösen kann. Dieser Kriminalroman ist für den besten schwedischen Kriminalroman des Jahres 2009 nominiert.
Vielen Dank an Jürgen Ruckh aus Esslingen
© Januar 2010 Literaturportal schwedenkrimi.de - Krimikultur Skandinavien
|
"Die Lehrerin aus Villette"
von Ingrid Hedström (im Original "Lärarinnen i Villette")
In der kleinen fiktionalen Stadt Villette in Belgien wird die beliebte Lehrerin Madame Demaret bei einem Unfall mit Fahrerflucht getötet. Ihre letzten Worte waren, dass es immer falsch ist, die Wahrheit zu verbergen...
Mehrere Zeugen sind felsenfest davon überzeugt, dass das Auto Madame Demaret mit Vorsatz überfuhr und die junge Staatsanwältin Martine Poirot veranlasst Untersuchungen zu diesem Fall. Eine alte Dame, die in der Straße lebt, in der der Unfall geschah, "die verrückte Gilberte" behauptet, dass sie einen Mann in ihrem Garten gesehen hat, kurz bevor Madame Demaret getötet wurde. Und vielleicht sah Gilberte mehr als sie begriff oder der Polizei gegenüber ausgesagt hatte. Wenigstens scheint dies jemand anzunehmen, denn es dauert nicht lange, bis Gilberte ebenfalls ermordet aufgefunden wird.
Was ist das Motiv hinter dem Mord an einer Frau, die von allen gemocht worden ist und die eine Säule der Dorfgemeinschaft war? Zuerst hatte Martine Schwierigkeiten irgendwelche Anhaltspunkte zu finden aber schließlich entdeckt sie, dass es einige Verbindungen zu einer Tragödie in den 1960iger Jahren gibt, die jeder, so scheint es, verzweifelt versucht, geheim zu halten. Ein Geheimnis, dass viele in der kleinen Gemeinschaft einbezieht, inklusive hochrankige Politiker.
Inzwischen untersucht Martines Ehemann, der ein berühmter Historiker und dessen Mutter eine Schwedin ist, ein mittelalterliches Massengrab, welches auf einer Baustelle in Villette gefunden wurde. Als er herausfindet, was mit den Menschen im Grab geschehen ist, beschafft er gleichzeitig Martine den Schlüssel für ihren eigenen Fall.
Vielen Dank an Jürgen Ruckh aus Esslingen
© Januar 2010 Literaturportal schwedenkrimi.de - Krimikultur Skandinavien |