Jan Guillou wurde 1944 in Södertälje, Schweden,
geboren und arbeitete lange Jahre als Journalist. 1973 veröffentlichte
Guillou einen Artikel über illegale Machenschaften beim schwedischen
Geheimdienst IB, der eine umfangreiche Datensammlung über politisch
aktive Personen und Organisationen angesammelt hatte.
Die Veröffentlichung brachte ihm und seinem Kollegen Peter Bratt
eine Verurteilung wegen Spionage ein. Guillou saß zehn Monate in
Haft.
Seit den frühen Siebziger Jahren hat Guillou diverse Romane und Fachbücher
veröffentlicht. Besonders beliebt ist sein (bisher) zehnbändiger
Zyklus um Graf Carl Gustaf Gilbert Hamilton alias Coq Rouge - Millionär
mit maoistischer Vergangenheit, der bei der US-Navy eine Spezialausbildung
machte und für den schwedischen Geheimdienst arbeitet.
Die Romane Guillous sind eng mit der politischen Geschichte Schwedens
verbunden. Dennoch schreibt Guillou keine Gesinnungsbücher, sondern
diskutiert das mehr oder weniger schlechte Funktionieren der demokratischen
Institutionen.
Jan Guillou ist neben Astrid Lindgren der meistgelesene schwedische Autor.
Seine Coq-Rouge-Romane wurden in 15 Sprachen übersetzt. Nach mehreren Jahren Pause erscheint im September 2007 mit
"Madame Terror" ein neuer Fall mit Carl Hamilton im Piper Verlag.